Mai 2009 - Wonne Monat Mai - wer denkt hier nicht an Waldmeisterbowle?

In manchen Gegenden ist es der Brauch, den 1. Mai
mit der Waldmeisterbowle zu feiern.
Waldmeister hat von April bis Ende Mai die Hauptsaison. Nach der Blüte werden die Stängel und auch Blättchen sehr hart und sind nicht mehr für "Delikatessen" geeignet.

Waldmeister wächst unter Sträuchern und Blumen im lichten Schatten. Einmal im Garten angesiedelt ist er nicht mehr auszurotten. Die unterirdischen Ausläufer verbreiten sich sehr schnell. Die Pflanze soll immer mit der Schere geerntet werden, denn wenn die Wurzeln verletzt werden verschwindet er mit der Zeit.

Cumarin heißt der Stoff, der den Waldmeister das Aroma verleiht, auch leicht beschwingt und bei höherer Dosierung Kopfschmerzen verursachen kann.

Das bekannteste Rezept, die Waldmeisterbowle kennen sicher alle.
Probieren Sie doch einmal das Waldmeistergelee.

Dazu benötigt man:
15 Stängel Waldmeister
1 Liter Apfelsaft (oder 0,75 l Apfelsaft und 0,25 l Wein)
Saft von einer Zitrone
1 Päckchen Gelierzucker 2:1 (für 1kg)

Zubereitung:
Waldmeister über Nacht in Apfelsaft legen, Waldmeister wieder entfernen, Saft von 1 Zitrone dazugeben und mit Gelierzucker nach Herstellerangaben kochen. Heiß in Twist-off-Gläser füllen.

Josef Guggenmos hat über das "Maikraut" auch ein Muttertagsgedicht verfasst.

Mit einem Strauß Waldmeister

Weiß und grün ist mein Strauß,
hübsch bescheiden sieht er aus.

Frisch vom Wald kommt er herein.
Rieche nur, er duftet fein!

Nimm! Vom Frühling ists ein Stück.
Er bringt dir, Mutter, lauter Glück!

Eingestellt: Mai 2009