Juni 2009 - Zur Erinnerung an Fronleichnam: Birke

Der Baum des Jahres 2009, die Birke, ist traditionell eng mit dem Kirchenfest Fronleichnam verbunden. In allen katholischen Gemeinden finden Prozessionen statt. Wenn die Christen durch die Dörfer und Städte ziehen, um dem Sakrament des Altares die Ehre zu erweisen, sind Straßen und Altäre mit jungen Birken geschmückt. Nach der Prozession ist es vielerorts üblich, Zweige von den Birken zu brechen und sie nach Hause zu tragen. Die Blätter werden zum Kruzifix im Herrgottswinkel gesteckt und halten die Erinnerung an Fronleichnam wach. Segen soll davon ausgehen.

Die überragende symbolische Bedeutung der Birke liegt im Licht, im Frühjahr, im Neubeginn. Die Wiege des Neugeborenen wurde deshalb nach alter Überlieferung oft aus Birkenholz gebaut. In unseren Breiten ist der Maibaum als Sinnbild des Frühlingserwachens gerne ein Birkenbaum.

Die Birke spielt in der Naturheilkunde eine große Rolle. Sie besitzt die Fähigkeit, den Wasserhaushalt des menschlichen Körpers zu beeinflussen. Weil Birkenblättertee harntreibend und Nieren reinigend wirkt, wurde die Birke früher als „Nierenbaum“ bezeichnet. Die Birke ist ein bewährtes Hausmittel gegen Rheuma, Gicht, Arthritis, Nieren- und Blasensteine. Seit alters her wird es zum Säubern schlecht heilender Wunden und bei Schuppen und Haarausfall verwendet.

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Eingestellt: Juni 2009