Januar 2010 - Lichtmessbrauchtum

Schon bald - am 2. Tag des Monats Februar beginnt das neue Kräuterjahr. Auch wenn es zunächst nicht danach aussieht, sind in der Natur dann winzig kleine, flüsternde Vorankündigungen des Frühlings wahrzunehmen und die Tage werden spürbar länger.



„Wenn´s an Lichtmess stürmt und schneit,

ist der Frühling nicht mehr weit.“
– so besagt eine alte Bauernregel.


Der Lichtmesstag war früher ein wichtiger Feiertag für die Bauern. An  diesem Tag wechselte das Gesinde den Dienstherrn, Kerzen wurden für den kirchlichen und häuslichen Gebrauch geweiht, Lichterprozessionen gefeiert und manch alter Bauer rüttelte mit uns heute fremdartig anmutenden Ritualen seine Obstbäume wach. Im Allgäu kennt man noch heute den Brauch von Kräuterräucherungen mit Fichte, Wacholder, Beifuss und anderen Kräutern um die „Krankheitsdämonen“ des Winters zu vertreiben und Raum für die neue Kraft des Frühlings zu schaffen. Birke und Schneeglöckchen standen bei unseren keltischen Vorfahren sinnbildlich für das Wiedererwachen in der Natur. Nehmen auch wir dieses alte Fest zum Anlass, uns auf den Weg zu machen in ein neues Kräuterjahr mit erfüllenden Entdeckungen und Erfahrungen in und mit unserer heimischen Natur.


Für die Zusammenstellung: Angela Marmor, 20.01.2010
Eingestellt: Janaur 2010