Juni 2010 - Sommerzeit - Kräuterzeit

Mit der Sommersonnenwende feiern wir am 21. Juni jeden Jahres mit dem längsten Tag den Beginn des Sommers. Als sehr altes Fest heidnischen Ursprungs hat es für die Menschen seit jeher eine mystische Bedeutung.
Da die Unterschiede zwischen Sommer und Winter im hohen Norden Europas am kontrastreichsten sind, hat das Fest seine Wurzeln vor allem im keltischen und germanischen Jahreslauf.

Unsere Vorfahren nutzten die Sonnenwende auch als Gelegenheit Wünsche zu äußern und Sorgen loszuwerden. Symbolisch in ein Sonnwendkränzchen eingeflochten übergab man seine Gedanken der Magie des Feuers.

In Schweden gibt es zur Sommersonnenwende einen schönen Brauch:
Junge, unverheiratete Mädchen sammeln stillschweigend in der Nacht von 21. auf 22.Juni sieben verschiedene Wildkräuter von sieben verschiedenen Wiesen, legen diese unter Ihr Kopfkissen und werden sodann in der Nacht vom zukünftigen Ehemann träumen. Das Geheimnis des Namens darf jedoch auf gar keinen Fall ausgesprochen werden, sonst geht der Traum nicht in Erfüllung.

Viele Wildkräuter, deren Inhaltsstoffe in diesen Tagen den Höhepunkt ihrer Wirksamkeit erreichen, werden traditionell um diese Zeit bis Maria Himmelfahrt gesammelt.
Das gelb blühende Johanniskraut gehört ebenso dazu wie der aromatische Beifuß, Schafgarbe, Gundelrebe, Königskerze und andere.

Mit den Kräuterpädagogen können Sie diese Kräuter-Schätze näher kennenzulernen.

Für die Zusammenstellung: Angela Marmor, 29.06.2010
Eingestellt: Juni 2010