November 2010 - Aktueller Schmuck der besonderen Art aus der Natur

„Schmuck“ und „schmücken“ gehören für mich zusammen. Bereits seit Jahrtausenden schmückt sich der Mensch von Kopf bis Fuss. Eingebunden in Jahreskreislauf und besondere Ereignisse ist Schmuck, erst recht feiner Schmuck aus Naturmaterialien, ein ritueller Bestandteil unseres Alltags.

Gerade für mich als Kräuterpädagogin lohnt es sich, wieder auf unsere Ursprünge zurück zu blicken. Denn seit der Mensch Fäden aus Brennnessel, Flachs, Ginster etc. und Schnüre nutzt, gibt es prächtigen Halsschmuck. Und das ist traditionell und
aktuell zugleich!

Gerade aus Naturmaterial, Energie und Ressourcen schonend, lässt sich Schmuck der besonderen Art herstellen. Eine Kette aus Apfelkernen, Haselnüssen oder Strohhalmen, mit den Samen des Wiesenbärenklau unterbrochen, hat nicht jeder! Holler-, Johannisbeerholz, Rosskastanien, Stängel der Grossen Klette oder vom Kerbel lassen sich gut verarbeiten. Rosskastanien wirken beim Tragen anfangs kühlend auf den Körper und passen sich dann der Körpertemperatur an. Gerade die Kastanie soll nach alten englischen Sagen dem/der Träger/in Glück bringen. Die Kapseln der Eicheln haben eine leicht massierende Wirkung. Holunder schützt vor bösen Geistern und hält den Körper rein.

Das Aneinanderreihen der einzelnen Kettenglieder ist eine durchaus meditative Angelegenheit und so ein Plus-Faktor beim Herstellen seiner persönlichen Lieblingshalskette. Schon das Aussuchen des Materials macht Freude und regt das Bewusstsein an "sein Eigenes zu finden".
Jedes Stück ist ein Unikat, von der Natur gegeben.

Für die Zusammenstellung: Christine Aigner, 21.11.2010
Eingestellt: November 2010