März 2017 - Winter: Du bist in einer nervigen Phase angekommen!

Nach dem kurzen Blitz-Frühlingstag am ersten Samstag im März 2017 haben wir nun wieder den Salat: Die klamme Kälte ist zurück, vielerorts regnet es. Dabei heißt es doch "Kunigund bringt Wärm von unt'!" Der Lostag Kunigunde – traditionell am 3. März eines Jahres – brachte zwar etwas Wärme, fordert aber auch unsere Geduld auf der Sehnsucht nach dem Frühling heraus.



Apropos Frühling! Warum die unentschlossene Zeit nicht zum Aussäen von gesammelten Samen und Früchten aus dem vergangen Jahr nutzen? Viele haben die gefüllten Säckchen, Papiertüten und Schächtelchen zuhause liegen: "Waid aus der Wachau", die "Mondviole vom Penker Tal" oder "Rosa Akelei von Uschi"! Ganz zu schweigen von den vielen botanischen Urlaubserinnerungen, die wir mitgebracht haben: Hülsen von Albiza, Judastränen und kleine Palmkerne!

Jetzt ist beste Gelegenheit zur Topfsaat auf dem Fensterbrett. Dazu brauchen wir Pflanzschalen oder kleine Töpfe, einen Wassersprüher, feine Erde. Unsere Samen bedenken wir mit der feinen Erde. Faustregel: Je dicker der Samen, desto dicker die Bedeckschicht.

Es empfiehlt sich sehr trockene, dicke Samen einige Tage in Wasser quellen zu lassen. Wer mag, kann über die Töpfe oder Schalen aus durchsichtigen Plastiktüten als kleine Treibhäuser stülpen und so die Keimtemperatur erhöhen.

Nicht vergessen: Kennzeichnen der Aussaaten mit Pflanzsteckern. Wir beschriften mit Bleistift, denn der ist lichtecht und vergilbt nicht.

Viel Geduld und viel Freude beim Säen und Beobachten! Wir wünschen allen einen schönen Frühlingsstart!



Euer Vorstandsteam der IG Kräuterpädagogen Niederbayern/Oberpfalz
Erika Stelzl – Angela Marmor – Kathrin Strauß – Susanne Dilger – Anja Heehler – Hansjörg Hauser


Eingestellt: 8. März 2017
Text: Hansjörg Hauser
Fotos: Hansjörg Hauser